Packaging

Zukunftsweisend in Sachen Nachhaltigkeit

Der aktuelle ökobilanzielle Vergleich von Getränkeverbundkartons mit PET-Einweg- und Glas-Mehrwegflaschen in den Getränkesegmenten Saft/ Nektar, H-Milch und Frischmilch im Auftrag des FKN (Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V.) bestätigt die bereits aus den Ergebnissen der UBA Ökobilanzen aus den Jahren 1995 und 2000/2002 bekannten Ergebnisse zur ökobilanziell günstigen Positionierung der Getränkekartons. Neu ist vor allem der Vergleich mit den PET Einwegflaschen in allen Marktsegmenten und die konsequente Umsetzung der neuen methodischen Anforderungen des deutschen Umweltbundesamtes.


Klarer Vorteil beim Klimaschutz

In der Kategorie „Klimawandel“ ist der Getränkekarton allen anderen Verpackungen deutlich überlegen. Nach der Bewertungsmethode des Umweltbundesamtes haben CO2-Emissionen die höchste ökologische Priorität

Die Ergebnisse über alle Wirkungskategorien


Wer ist der FKN?

Logo FKN

Der 1981 gegründete Verband mit Sitz in Berlin vertritt die gemeinsamen Interessen der Hersteller von Getränkekartons: Ihm gehören die Unternehmen SIG Combibloc, Tetra Pak und Elopak an. Sie vereinen ca. 95% der in Deutschland vertriebenen Getränkekartons.

Der FKN hat zwei Tochtergesellschaften:

ReCarton GmbH kümmert sich seit Anfang der 90er Jahre um die Organisation des Recyclings gebrauchter Getränkekartons aus den Dualen Systemen.

PaluRec GmbH, ein neu gegründetes Tochterunternehmen verwertet in Kürze die Kunststoff-Aluminium- Reststoffe, die nach Abtrennung der Papierfasern anfallen.

Was genau wurde untersucht?

Mit der Ökobilanz / Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment) werden alle mit einem Produkt verbundenen Umweltaspekte und Umweltauswirkungen analysiert. Betrachtet werden die Umweltauswirkungen im Verlauf des Lebensweges eines Produktes („from cradle to grave“ = „von der Wiege bis zur Bahre“)

Sie umfasst sämtliche Umweltlasten während

  • Produktion
  • Nutzungsphase
  • Entsorgung

sowie alle vor- und nachgeschalteten Prozesse, wie z.B. die Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Mindeststandard - Warum?

Umwelt Bundesamt Logo

Ökobilanzierung ist eine lebendige Wissenschaft und entwickelt sich immer weiter fort. Doch oft waren Studien auch Gegenstand von kontrovers geführten öffentlichen Diskussionen, in denen vor allem die Fragen der Verpackungsgewichte, der Recyclingraten und der Umlaufzahlen der Mehrwegpackmittel sowie methodischer Aspekte wie die Systemallokation oder Fragen der Wirkungsabschätzung thematisiert wurden.

Nach dreijähriger Forschungsarbeit hat das Umweltbundesamt erweiterte Anforderungen zur Erstellung von Ökobilanzen veröffentlicht (UBA Texte 19/2016). Hier sind verbindliche Verfahrensregeln festgelegt, die die Qualität der Studien vereinheitlicht, deren Ergebnisse auf ein vergleichbares Niveau bringen und es ermöglichen, überprüfbare Bilanzen zu erarbeiten.

Diesen Anforderungen kommen die Getränkekartonhersteller als erste Branche nach. Aufgrund des Pilotcharakters der Studie war das UBA von Beginn an prozessbegleitend eingebunden.

Wie steht's ums Recycling?

Recycling alleine macht keine ökologisch vorteilhafte Verpackung; vielmehr trägt vor allem der hohe biobasierte Anteil der Getränkekartons zur positiven Ökobilanzbewertung bei.

Trotz der hohen Recyclingquoten (aktuell 77,7%), ist der Einfluss des Recyclings auf das gesamtökologische Ergebnis beim Getränkekarton relativ gering.

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