Kategorie:
Nachhaltigkeit, Gesundheit & Ernährung
12.05.2025

Elopak Nachhaltigkeitssbericht 2024 – „Repackaging Tomorrow“ nimmt Fahrt auf

Mit dem kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2024 untermauert Elopak seinen Führungsanspruch im Bereich Nachhaltigkeit. Elopak verfolgt ambitionierte Ziele – von der Emissionsreduktion über die Förderung der Biodiversität bis zur Etablierung einer echten Kreislaufwirtschaft.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.

Nachhaltigkeit als strategischer Leitstern 

So arbeiten wir:

Nachhaltigkeit ist bei Elopak weit mehr als ein Trendthema – sie ist zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Und unsere Bemühungen tragen Früchte: So konnten wir unseren CO₂-Ausstoß im vergangenen Jahr (Scope 1 und 2) verglichen mit 2023 um sechs Prozent reduzieren. Seit dem Jahr 2020 haben wir die Emissionen um 37 Prozent verringert. Unseren Strombedarf decken wir darüber hinaus seit 2016 ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. 

Heute gehen wir noch einen entscheidenden Schritt weiter: Unsere im Herbst 2024 lancierte Unternehmensstrategie „Repackaging Tomorrow“ steht für einen umfassenden Wandel, der tief in die Wertschöpfungskette und Produktentwicklung hineinreicht. Die strategischen Prioritäten umfassen globales Wachstum, eine Stärkung der Marktführerschaft sowie den beschleunigten Ersatz von Kunstoffen und Plastik in der Produktion durch faserbasierte Verpackungen von Elopak.

“Als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sind wir bestrebt, die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Umwelt zu reduzieren. Ich war deshalb im April sehr darüber erfreut, einen Rückgang unserer direkten Emissionen um 37 Prozent zum Basisjahr 2020 verkünden zu können und auf dem Weg zu unserem Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 ein ganzes Stück vorangekommen zu sein.”
THOMAs körmendi, ceo von ELOPAK
Infografik: Komponenten der Nachhaltigkeit

Unsere Nachhaltigkeitsziele

Die Strategie verfolgt ein klares Nachhaltigkeitsziel: Elopak will nicht nur nachhaltiger produzieren, sondern die gesamte Branche mit Impulsen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz prägen. Der Fokus liegt dabei auf vier zentralen Themenfeldern:

1.

Reduktion von Treibhausgasemissionen 

2.

Design for Recycling 

3.

Einsatz nachhaltiger und zertifizierter Rohstoffe 

4.

Förderung der Biodiversität entlang der Lieferkette 

Ziele der „Sustainability Frontrunner Roadmap 2030“  

Dabei dient Die „Sustainability Frontrunner Roadmap 2030“ Elopak als Orientierungsrahmen für sämtliche Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Diese wurde unter Einbeziehung der neuen ESG-Governance-Struktur sowie in Vorbereitung auf die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeits-Berichtserstattung (CSRD) entwickelt.

Elopak verfolgt wissenschaftlich fundierte Klimaziele, die durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden und sich an den Beschlüssen des Pariser Klimagipfels orientieren. Um diese Ziele zu erreichen, setzen wir konsequent auf reale Reduktionen: Es werden keine Kompensationsmaßnahmen wie CO₂-Zertifikate oder „vermiedene Emissionen“ in die Zielerreichung eingerechnet.

“Die Menschen verlangen eine verantwortungsvollere Auswahl: die Konsumenten ebenso wie unsere Kunden und die Gesellschaft als Ganzes. Unsere Zukunftsstrategie zielt darauf ab, von der globalen Abkehr von Plastikverpackungen zu profitieren.”
THOMAs körmendi, ceo von ELOPAK

Unsere Ziele bis 2030:

Überblick über unsere bisherigen SBT-Fortschritte:

Reduktion der Emissionen

Gemeinsam konnten wir im vergangenen Jahr erneut Fortschritte bei der Reduktion unserer Emissionen erzielen: Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen wurden im Vergleich zu 2023 um 6 Prozent gesenkt. Damit liegt die Gesamtreduktion seit dem Jahr 2020 bei 37 Prozent. Die indirekten Scope-3-Emissionen stiegen im Vorjahr verglichen zu 2023 um 5 Prozent – vor allem als Folge von Rohstoffkäufen und des gesteigerten Verkaufs von Abfüllmaschinen. Die Erfolge bei den direkten Emissionen basieren auf einer Vielzahl konkreter Maßnahmen.

Unsere Maßnahmen zur Emissionsreduktion:

Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Elektrizität an allen Standorten – durch Herkunftsnachweise nahe an den jeweiligen Produktionsstätten.
Technologische Anpassungen wie die Umstellung von gasbasierten Versiegelungen auf Heißluftlösungen.
Optimierte Logistik und energieeffizientere Füllanlagen für Kunden.
Kreislauffähigere Produktdesigns, etwa durch den Verzicht auf Aluminiumbarrieren in aseptischen Verpackungen.

Elopak hat zudem ein unternehmensweites Klimaprogramm angestoßen, das 2025 weiter konkretisiert wird und als strategischer Kompass für die Transformation bis 2030 dient.

Unsere Nachhaltigkeitsziele sind der Garant für unser langfristiges Engagement bei wichtigen globalen Herausforderungen wie Klimawandel, knappen natürlichen Ressourcen, Diversität, Sicherheit und Verantwortung entlang der Lieferketten.

Biodiversität und verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen

Neben Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft engagiert sich Elopak verstärkt für den Erhalt der natürlichen Biodiversität. Als global tätiges Unternehmen, das in hohem Maße auf forstwirtschaftliche Rohstoffe angewiesen ist, sind wir uns der Bedeutung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme für unsere Geschäftstätigkeit und die Umwelt im Allgemeinen bewusst. Unsere Geschäftstätigkeit hängt von natürlichen Ressourcen ab, insbesondere von Holz, das für unsere Produktionsprozesse unerlässlich ist. Diese Abhängigkeiten unterstreichen die Notwendigkeit einer nachhaltigen Beschaffung und eines effizienten Ressourcenmanagements, um unsere Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu minimieren.

Bereits jetzt stammen:

100 Prozent des Rohkartons aus FSC-, SFI- oder PEFC-zertifizierten Quellen, 
100 Prozent der eingesetzten Polymere aus ISCC+ zertifiziertem Material, 
57 Prozent der weltweit verkauften Getränkekartons aus FSC-zertifiziertem Holz, 
knapp 52 Prozent des verwendeten Aluminiums aus ASI-zertifizierten Quellen.

Von Natur aus erneuerbar: Für den Erhalt lebendiger und gesunder Wälder​

Durchschnittlicher Fußabdruck pro Karton

Einer unserer Hauptschwerpunkte bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist die Minimierung unseres CO₂-Fußabdrucks pro Karton. Wir sind stolz darauf, dass wir diesen in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduzieren konnten und 2024 einen Wert von 22,8 Gramm CO₂ je Karton erreicht haben – verglichen mit 32,1 Gramm CO₂ im Jahr 2014. Zu den umweltfreundlichsten Getränkekartons gehört unser Natural Brown Board. 2024 ist deren Marktanteil in Europa im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Weil naturbraune Kartons einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck als ihre gebleichten Pendants aufweisen, hat ihr gestiegenes Volumen unter dem Strich mehr als 2 200 Tonnen CO₂ eingespart. Die kumulierte Reduktion seit der Einführung von braunem Karton im Jahr 2017 beträgt mehr als 11 000 Tonnen CO₂. 

Kohlenstoff-Fußabdruck eines durchschnittlichen Elopak PE-Kartons mit Verschluss. Basierend auf internen Cradle-to-Gate-Berechnungen in Elopaks DEEP-Tool, Version 14. Die Zahlen beziehen sich auf einen durchschnittlichen 1-Liter-Karton mit PE-Beschichtung und Verschluss, der in Europa für frische Molkereiprodukte verkauft wird.

Nachhaltigkeit mit Substanz 

Der Bericht zum Geschäftsjahr 2024 zeigt, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Wachstum kein Widerspruch sein müssen. Mit unserer Strategie „Repackaging Tomorrow“ stellen wir die Weichen für eine klimafreundliche Zukunft – mit klaren Zielen, messbaren Erfolgen und einem systematischen Vorgehen, das alle Unternehmensbereiche durchdringt. Ob in puncto Emissionsreduktion, Ressourcennutzung oder Kreislauffähigkeit – Elopak zeigt auch 2024: Nachhaltigkeit ist nicht das Ziel. Sie ist der Weg. 

Reinigung neu gedacht: Actiff Nachfüllpacks im D-PAK™Karton 

McBride bringt in Italien neue Nachfüllpackungen für seine Haushaltsreinigungsmarke Actiff in D-PAK™ Kartons auf den Markt. Mit der Einführung der Kartonverpackung unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für Nachhaltigkeit und Innovation und reagiert auf die sich wandelnden Erwartungen der Verbraucher. 

Das ActiffSortiment umfasst 1 Liter Kartons für Waschmittel und Weichspüler sowie 500mlKartons für Geschirrspülmittel. Mit dem Umstieg reduziert McBride den Einsatz von Kunststoff, unterstützt das Recycling und bietet Verbrauchern eine praktische, attraktive Alternative zu herkömmlichen Plastikverpackungen – bei gleichzeitig hoher Sichtbarkeit im Regal. 

Neu im Markt: Jibal bringt ersten Kefir im PurePak® Karton nach Marokko 

Jibal, die marokkanische Tochter der Polmlek Group, hat im Herbst 2025 erstmals Kefir im PurePak® Karton auf den marokkanischen Markt gebracht. Der PremiumLaunch richtet sich an gesundheitsbewusste Konsumenten und adressiert das wachsende FunctionalDairySegment in Nordafrika. 

Mit dem Markteintritt setzt Jibal auf eine hochwertige Positionierung und nutzt den PurePak® Karton als Verpackungslösung mit starker Assoziation zu Frische, Natürlichkeit und Gesundheit. Die Produkteinführung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Marke und unterstützt die Expansion von Polmlek in einem der dynamischsten Wachstumsmärkte der Region. 

Frische neu verpackt: Trewithen Cream im Pure‑Pak®‑Karton

Ehrmann Cornish Dairy, Heimat der Marke Trewithen, stellt drei seiner Frischrahmprodukte von HDPE‑Kunststoffflaschen auf Pure‑Pak®‑Kartons von Elopak um. In Zusammenarbeit mit Elopak wurde am Standort im Glynn Valley eine neue Abfüllanlage installiert – Teil einer umfassenden Investition nach der Übernahme durch die Ehrmann Group.

Ab diesem Herbst sind Cornish Schlagsahne, Doppelrahm und Buttermilch in 300‑, 500‑ und 1000‑ml‑Kartons erhältlich. Mit dem Umstieg reduziert Trewithen den Einsatz von Kunststoff, vereinfacht die Logistik und bietet dem Handel eine nachhaltige, regalfertige Alternative. Der Wechsel markiert zugleich einen wichtigen Schritt für die traditionsreiche Marke und hat bereits zur nationalen Listung bei Tesco in Großbritannien geführt.

Reines Wasser neu verpackt: JÄÄDE im Pure‑Pak®‑Karton

Das finnische Unternehmen H2O4U bringt mit JÄÄDE eines der reinsten Wässer der Welt erstmals in faserbasierten Kartons von Elopak auf den Markt. Abgefüllt wird das natürlich gefilterte Mineralwasser in der Produktionsstätte in Lahti, Finnland, wo es aus tiefen Gletscherformationen stammt, die vor rund 10.000 Jahren entstanden sind.

Die Produkte sind in 330‑ml‑ und 500‑ml‑Mini‑Pure‑Pak®‑Kartons erhältlich. Mit der Einführung der Kartonverpackung setzt H2O4U auf eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen und unterstreicht sein Ziel, sauberes und sicheres Trinkwasser möglichst ressourcenschonend bereitzustellen – bei gleichzeitig hoher Sichtbarkeit im Regal.